{"id":1060,"date":"2025-11-28T17:02:32","date_gmt":"2025-11-28T16:02:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/?p=1060"},"modified":"2026-04-15T17:34:15","modified_gmt":"2026-04-15T15:34:15","slug":"10-gebote-fuer-eine-gute-architektur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/2025\/11\/28\/10-gebote-fuer-eine-gute-architektur\/","title":{"rendered":"10 Gebote f\u00fcr eine gute Architektur"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Entwicklung einer Architekturauffassung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Reise beginnt mit der Erz\u00e4hlung vom \u00f6kologischen, solaren, nachhaltigen, autarken Leben eingebunden in die Natur <em>Drop-City<\/em> (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Peter_Douthit\" target=\"_blank\">Peter Rabbit<\/a> -viel. RBF unter Pseudonym wie manchmal zu lesen ist) und<strong> <\/strong><em>Ein gutes Leben leben<\/em> (Helen und Scott Nearing), und den <em><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.goclimate.de\/artikel\/earthship-deutschland\/\" target=\"_blank\">earthship<\/a> communities<\/em> (Michael Reynolds)). <\/p>\n\n\n\n<p>So etwas sollte meiner festen \u00dcberzeugung nach f\u00fcr alle m\u00f6glich sein! <strong>Ein gutes Leben f\u00fcr Jede und Jeden. Bezahlbar, \u00f6kologisch, nachhaltig, autark. Demokratisches Bauen und Wohnen!<\/strong> (\u00dcberlegungen die letztendlich zum \u201esun-box Konzept\u201c, \u201ePrinzip sun-box\u201c, \u201esun-box H\u00e4user f\u00fcr das 21.Jahrhundert\u201c, \u201esun-box &#8211; Mit einem Haus die Welt retten?\u201c, Businessplan und Wettbewerb usw. f\u00fchrte).[9]<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der menschliche Ma\u00dfstab erdet die Proportionen. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"722\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_5025-722x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1228\" srcset=\"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_5025-722x1024.jpeg 722w, https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_5025-211x300.jpeg 211w, https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_5025-768x1090.jpeg 768w, https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_5025-rotated.jpeg 874w\" sizes=\"(max-width: 722px) 100vw, 722px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Modulor-Skizze, selbst interpretiert (c) Harald Brosi, 2021<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Frage des menschlichen Ma\u00dfstabs hat LC bereits umfassend in 2 B\u00fcchern beantwortet mit seinem <em>Modulor<\/em>. Gewisserma\u00dfen war er der erste der sich diese Frage \u00fcberhaupt stellte. Besucher f\u00fchlen sofort die besondere Atmosph\u00e4re  beim Eintritt in seiner H\u00e4user und Wohnungen. Nicht monumental, \u00fcberw\u00e4ltigend, brutal sondern umarmend, angenehm, intim aber dennoch offen, Naturr\u00e4ume schaffend, die Umwelt einbeziehend, Horizonte er\u00f6ffnend.  Seine <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/voyageatraverslimpossible.tumblr.com\/post\/24987082481\/le-corbusier-101-5-points-of-architecture-i\" target=\"_blank\">5 Punkte zu einer neuen Architektur<\/a> verbunden mit dem Modulor bedingen verf\u00fchrerische, verlockende Atmosph\u00e4re in seinen \u201e<a href=\"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/2023\/07\/03\/unite-marseille\/\" data-type=\"post\" data-id=\"605\">Wohneinheiten<\/a>\u201c (unit\u00e9 d\u2018habitation). <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Funktionalit\u00e4t ordnet die Ideen.<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Die Metapher von der Wohnmaschine wurde von LC gepr\u00e4gt, und beschreibt ziemlich gut die funktionale Ordnung die einem ganzheitlichen Entwurf inherent sein sollte. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn LC damit provozieren wollte und den \u201e<em>b\u00fcrgerlichen Begriff des Zuhauses<\/em>\u201c in Frage stellte, ist die \u201eMaschine zum Wohnen\u201c (machine \u00e0 habiter) wohl so zu verstehen: <em>\u201eH\u00e4user, in denen sich die menschliche Funktion des Wohnens ebenso \u00f6konomisch, zweckm\u00e4ssig, energiesparend, reibungslos, nat\u00fcrlich abwickelt, wie in der Dampflokomotive die technische Funktion der Umsetzung von W\u00e4rme in Zugkraft.\u201c<\/em> [1] oder wie Le Corbusier selbst sagt: \u201e<em>Ein Haus ist eine Maschine zum Wohnen. B\u00e4der, Sonne, warmes und kaltes Wasser, Temperatur nach belieben. Aufbewahrung der Speisen, Hygiene, Sch\u00f6nheit durch Proportion.<\/em>\u201c [2] <\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn sich Experten die Frage stellen ob das denn so gemeint w\u00e4re:  Ich selbst habe diese Metapher immer als Aufforderung verstanden Funktionalit\u00e4t als ordnenden Faktor meiner Entwurfsideen einzusetzen und dabei die Ideen und M\u00f6glichkeiten der Bewohner zu kuratieren. Wobei ich, \u201e<em>\u00e4usserste Raum\u00f6konomie<\/em>\u201c als Teil der Funktionalit\u00e4ten begreife und nicht umgekehrt, wie Dieter Schnell das vortr\u00e4gt [3].<\/p>\n\n\n\n<p>Eileen Gray verneint, in ihrem Text, geschrieben in <em>Tempe \u00e1 pailla<\/em> in Menton, den Begriff der Wohnmaschine (bewusst kontr\u00e4r zu LC). Beschw\u00f6rt dennoch die Funktionalit\u00e4t eines Hauses erweitert um <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/hiddenarchitecture.net\/si-tempe-pailla\/\" target=\"_blank\">spirituelle Dimensionen<\/a>: <strong><em>\u201c<\/em><\/strong><em>A house is not a machine to live-in. It is the shell of man, his extension, his release, his spiritual emanation. Not only its visual harmony but its organization as a whole, the whole work combined together make it human in the most profound sense.<\/em><strong><em>\u201d<\/em><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Dies f\u00fchrt uns zum n\u00e4chsten Punkt!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Auf der Suche nach dem \u201ewahren Wohn-Luxus<\/strong>\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber Dekaden (ab den 60ern) bedeutete Luxus immer \u201e<em>density<\/em>\u201c &#8211; also mehr von allem. Wer da mit Reduzierung auf das Wesentliche daherkam (Reduce), und die \u00c4sthetik im Unperfekten propagierte (Wabisabi [7]) hatte, zumindest in den westlichen Gesellschaften nur einen sehr engen Fankreis.<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u201e<em>wahre Wohn-Luxus<\/em>\u201c steckt jedoch nicht in der \u00fcberbordenden Ausstattung mit \u201e<em>goldenen Wasserh\u00e4hnen und gl\u00e4nzend polierten Marmorb\u00f6den<\/em>\u201c, in immer gr\u00f6\u00dferen Einheiten (insbesondere USA). Eine ruhigere Philosophie gewinnt an Kraft<\/p>\n\n\n\n<p>Wahren Luxus k\u00f6nnen Bewohnerinnen und Bewohner in frei fliessenden Raumvolumen mit vielf\u00e4ltiger Naturankopplung und Sichtachsen finden. In Aus- und Durchblicken. In offenen R\u00e4umen in die Sonnenstrahlen noch in die hintersten Winkel w\u00e4rmend und erhellend eindringen. In Proportionen die den menschlichen Ma\u00dfstab bewahren. Im Rythmus sich wiederholender Struktur. In offenen Grundrissen die sich je nach Laune und Bedarf flexibel zonieren lassen. Ihr Selbst wird dadurch \u201espirituell erweckt, erweitert, erl\u00f6st\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei k\u00f6nnen sich f\u00fcr unterschiedliche Lifestyles durchaus verschiedene Planungsschwerpunkte ergeben, in denen sich dennoch Schnittmengen manifestieren:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>reduziert<\/strong> (maisons minimums [6]): minimalistisch, funktional leben auf kleiner Fl\u00e4che, einzeln oder in gr\u00f6\u00dferen Konglomeraten, sun-spaces und Natureinbindung durch Ausblick, Nutzungs\u00e4nderung durch  flexible, ver\u00e4nderbare Raumm\u00f6bel, Gemeinschaftszonen (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.geo.de\/wissen\/henry-david-thoreau-lebte-im-wald--um-sich-zu-finden-31457390.html\" target=\"_blank\">Henry David Thoreau<\/a> &#8211; Walden, Le Corbusier &#8211; Cabanon, Villa \u201eLe Lac\u201c, Unit\u00e9 d\u2018habitation, Harald Brosi &#8211; <strong>S<\/strong>olar<strong>U<\/strong>rban<strong>L<\/strong>iving \u201enachhaltiges, energieautarkes Leben in der Stadt ist m\u00f6glich\u201c [11], \u00fcberschneidet mit <strong>mobil<\/strong> (siehe <a href=\"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/how-to-play\/\" data-type=\"page\" data-id=\"689\">How to Play<\/a>), Solardecathlon 2012, Madrid &#8211; Studierende der RWTH Aachen: Counter Entropy House, \u201ecellules\u201c und \u201ebivouac\u201c Charlotte Periand [8])<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1676\" height=\"1200\" src=\"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_5021.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1132\" srcset=\"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_5021.jpeg 1676w, https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_5021-300x215.jpeg 300w, https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_5021-1024x733.jpeg 1024w, https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_5021-768x550.jpeg 768w, https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_5021-1536x1100.jpeg 1536w, https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_5021-1200x859.jpeg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1676px) 100vw, 1676px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Villa \u201eLe Lac\u201c Seeseite (c) FLC Foto-Quelle: https:\/\/www.villalelac.ch\/de 29.11.25, Foto-Urheber unbekannt<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>repr\u00e4sentativ<\/strong>: befreit, komfortabel leben in frei fliessenden Grundrissen und Volumen mit vielf\u00e4ltigem Umwelt\/Naturbezug\/Sichtachsen, gro\u00dfz\u00fcgige Grundrisse textil zonierbar, \u201eZwischenr\u00e4ume\u201c vermitteln zwischen Innen und Aussen (Veranden, sun-space), Geb\u00e4ude vom Baugrund \u201eelevated\u201c und trotzdem in die Natur eingebettet, Dachg\u00e4rten (Mies van der Rohe &#8211; Haus Farnsworth, Le Corbusier &#8211; Villa Savoye, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/archeyes.com\/casa-malaparte-in-capri-adalberto-libera\/\" target=\"_blank\">Casa Malaparte<\/a>, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.kvadrat.dk\/de\/rethink2\/e-1027-rediscovering-the-colours-of-gray\" target=\"_blank\">Eileen Gray &#8211; E1027<\/a>, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.eamesoffice.com\/the-work\/case-study-house-8\/\" target=\"_blank\">Ray und Charles Eames &#8211; case study house 8<\/a>, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/architecture-history.org\/architects\/architects\/FREY\/OBJECTS\/1927-1932,%20Aluminaire%20House,%20SYOSSET,%20USA.html\" target=\"_blank\">Albert Frey &#8211; Aluminaire<\/a>, Harald Brosi &#8211; sun-box und <strong>Z<\/strong>ero <strong>L<\/strong>and <strong>U<\/strong>se, casas bioclimaticas &#8211; la vela)<br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_5022-1024x575.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-1139\" width=\"537\" height=\"301\" srcset=\"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_5022-1024x575.webp 1024w, https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_5022-300x169.webp 300w, https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_5022-768x432.webp 768w, https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_5022-1200x674.webp 1200w, https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_5022.webp 1500w\" sizes=\"(max-width: 537px) 100vw, 537px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">E.1027  Eileen Gray, Naturbezug, Ausblick  (c) Cap Moderne \/ Monuments Nationaux Foto-Quelle: https:\/\/www.kvadrat.dk\/de\/rethink2\/e-1027-rediscovering-the-colours-of-gray, 29.11.25, Foto-Urheber unbekannt<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>mobil<\/strong>: naturnah leben in transportablen, autarken Modulen mit minimalen Umwelteingriff und minimalem \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck, Umweltbezug durch sehr direkte Einbindung mit sun-spaces als \u201eSonnen-Aquarien\u201c  und transluzenten Fassaden, ver\u00e4nderbare M\u00f6bel mit Mehrfachnutzen (Harald Brosi &#8211; Le Cabanon \u201eLicht statt Volumen\u201c (siehe <a href=\"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/how-to-play\/\" data-type=\"page\" data-id=\"689\">How to Play<\/a>), <a href=\"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/2023\/08\/18\/districthive-podtel\/\" data-type=\"post\" data-id=\"677\">district hive podtel<\/a>, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.wallpaper.com\/architecture\/mobile-catalyst-mobile-home-iaac-spain\" target=\"_blank\">MO.CA iaac<\/a>, Yona Friedmann <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.archdaily.com\/781065\/interview-with-yona-friedman-imagine-having-improvised-volumes-floating-in-space-like-balloons\" target=\"_blank\">Ville Spatiale<\/a> \u00fcberschneidet mit <strong>reduziert<\/strong>:SUL [11]).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_5023.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-1155\" width=\"537\" height=\"805\" srcset=\"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_5023.webp 600w, https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_5023-200x300.webp 200w\" sizes=\"(max-width: 537px) 100vw, 537px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">MO.CA, mobile Wohneinheit, transluzente Wandpaneele, klappbar, Beitrag zur Biennale Manifesta 15 (c) IAAC <br>Foto-Quelle https:\/\/www.wallpaper.com\/architecture\/mobile-catalyst-mobile-home-iaac-spain, 29.11.25, Foto-Urheber Adri\u00e0 Goula<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Die Erkenntnis <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der gew\u00fcnschte Lifestyle der Bewohnerinnen und Bewohner und ihr Budget bestimmt das architektonische Konzept und das Raumprogramm &#8211; oft ist es aber auch umgekehrt und die Architektur bestimmt erst den Lifestyle! <strong>Der Architekt kann also zum Initiator eines guten, angenehmen Lebens avancieren<\/strong> und die Bewohner auf eine h\u00f6here, menschliche Ebene bringen. Die \u201eExperience\u201c, das \u201eFeeling\u201c in den Wohnmaschinen, zeigt die wahre Qualit\u00e4t unserer Entw\u00fcrfe.<\/p>\n\n\n\n<p><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/thirtybyforty.com\/\" target=\"_blank\">Eric Reinholdt<\/a>, Architekt aus Maine und Internetentrepreneur:  <em>Architecture and interior design aren\u2019t just about place\u2014they\u2019re about experience. Not just what a space looks like, but what it&nbsp;feels like&nbsp;to live in. To arrive. To move through. To rest after a long travel day. To bring a place into focus.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Aus meiner Reise zu einer Architekturauffassung haben sich 10 Punkte herauskristallisiert die ich frei nach <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.usabilityreport.de\/design-thesen-rahms\" target=\"_blank\">Dieter Rams<\/a> als 10 Gebote f\u00fcr eine gute Architektur zur Diskussion stelle.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>10 Commandments for good architecture<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>1.Plane Freiheit f\u00fcr die Menschen<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>offene, fliessende, zonierbare Wohnzonen,&nbsp;<em>dem Raum den freien Fluss erlauben<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.Mehr Licht, Luft und Sonne<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>\u00d6ffnung zur Sonne, Behaglichkeit, Ausrichtung der Funktionen nach der Sonne, gro\u00dfe \u00d6ffnungen nach S\u00fcden, nat\u00fcrliche Querl\u00fcftung Nord\/S\u00fcd,&nbsp;<em>den Licht- und Sonneneinfall maximieren<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>3.<em>&nbsp;L\u00f6se den \u00dcbergang zwischen Innen und Au\u00dfen auf<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sichtachsen, \u00dcbergangszonen, sunspaces, Grenzen aufheben, nat\u00fcrliches L\u00fcften erm\u00f6glichen (mechanische L\u00fcftung nur nach echtem Bedarf statt nach starrer <a href=\"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/2026\/01\/10\/mindestluftwechsel-und-weitere-aspekte-zur-kontrollierten-wohnraumlueftung\/\" data-type=\"post\" data-id=\"1397\">Norm-Regelung<\/a>) , respektvolles Einbinden der Geb\u00e4ude in das Baugel\u00e4nde, nat\u00fcrliche Luftstr\u00f6mungen erm\u00f6glichen (hangabw\u00e4rts), Querl\u00fcftung (Nord\/S\u00fcd),  gro\u00dffl\u00e4chige Schiebefenstert\u00fcren, transluzente Fassaden, Veranden als \u201eZwischenr\u00e4ume\u201c, beflanzte=beschattete nat\u00fcrlich ventilierte Dachterassen,  <em>freier<\/em><a href=\"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/2023\/10\/29\/gruen-kaputter\/\" data-type=\"post\" data-id=\"757\">Ausblick in die Natur<\/a>. Fassade und Grundriss bestimmen sich wechselseitig.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4.Verbinde Wohnen und Arbeiten <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Homeoffice wird bleiben, <em>adaptierbare Raumkonditionierung<\/em> je nach Tageszeit und Nutzung, flexible Raumm\u00f6bel<\/p>\n\n\n\n<p><strong>5.Biete R\u00fcckzug, Privatsph\u00e4re<\/strong>, <strong>Behaglichkeit<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>multifunktionale bewegliche M\u00f6bel, <em>flexible, textile Klimazonen<\/em> (volumetrische und thermische Konditionierung)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>6.Konstruiere ehrlich<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Achte das Detail!, <em>einfache, sparsame Tragstrukturen sind erf\u00fchlbar,<\/em> sichtbare Installationen (L\u00fcftungs-Rohre, Leitungen) als Gestaltungselement, Ausbaustandard veredelter Rohbau, einfacher feststehender Sonnenschutz (brise soleil), meide den \u201eBlob\u201c &#8211; spektakul\u00e4re Architektur um des Auftritts willen ohne funktionale Begr\u00fcndung<\/p>\n\n\n\n<p><strong>7.Plane mit Modul und Raster<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>klare Grundriss-Strukturen, einfache Volumen, <em>der Modulor bewahrt den menschlichen Ma\u00dfstab<\/em>, serielles, industrielles Bauen, Modulbauweise [9], Rhythmus.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>8.Keep tech simple<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>massive Speichermassen (Abmilderung von Temperaturspitzen, tr\u00e4ge Reaktion) und solare Lowtech-Systeme (Solarthermie, passive Solararchitektur) sind zuverl\u00e4ssiger, \u00f6kologischer, nachhaltiger, g\u00fcnstiger -nat\u00fcrliche Ventilation -einfache Regelung im Naturumlauf   -nat\u00fcrliche Temperaturbereiche statt normgem\u00e4\u00dfes Kunstklima-&#8222;Komfort ist mehr als Lufttemperatur&#8220; [12], sun-control reduced, Warmwasser-Nachheizung nur auf Anforderung, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.baumeister.de\/adaptive-architektur-flexible-gebaeudekonzepte\/\" target=\"_blank\">adaptive Architektur<\/a> (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.wernersobek.com\/de\/news\/adaptive-systeme-forschung-fuer-die-gebaute-welt-von-morgen\/\" target=\"_blank\">Werner Sobeck<\/a>) neue <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.heidelbergmaterials.de\/de\/media\/referenzobjekte\/skalierbarer-wohnungsbau-3d-drucker\" target=\"_blank\">Baumethoden<\/a> nutzen wenn sie den Bauprozess vereinfachen und den CO2 Aussto\u00df reduzieren, &#8222;Hybrid Cooling&#8220; [12]<\/p>\n\n\n\n<p><strong>9. Natur ist Vorbild<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p><em>der menschliche Ma\u00dfstab bestimmt das Geb\u00e4ude<\/em>, Energiestr\u00f6me im Naturumlauf.<\/p>\n\n\n\n<p>Bionik: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.wernersobek.com\/de\/news\/leichtbau-mit-beton\/\" target=\"_blank\">Leichtbaukonstrukte<\/a> nach Naturvorbild<\/p>\n\n\n\n<p>Nutze Resourcen nachhaltig so wie es auch die Natur vormacht:<\/p>\n\n\n\n<p>-Leichtbau mit Holz, nachwachsende Rohstoffe: Schafwolle, Rohrkolben, Stroh, Holzfasern<\/p>\n\n\n\n<p>-lokale Materialien: Urban Mining, Recycling, Reuse, Wabi-Sabi, Upcycling, Zellulosed\u00e4mmung <\/p>\n\n\n\n<p>-Bestand erneuern, reparieren statt Neubau<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4user zwischen B\u00e4umen im Dialog mit der Natur: belaubte B\u00e4ume und Hecken als sommerlicher Sonnenschutz, Windschutz, Schutz vor kalten Abwinden). Nat\u00fcrliche <a href=\"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Scan-Thing-Document-13.-Jul-2023-at-13\u223619\u223623.jpg\">Beschattung durch B\u00e4ume<\/a> strategisch einplanen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>10.Zweckvolles mu\u00df auch sch\u00f6n sein<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Form follows function: <em>Sch\u00f6nheit ist eine der Funktionen! <\/em>Nach <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.pritzkerprize.com\/biography-oscar-niemeyer\" target=\"_blank\">Oscar Niemeyer<\/a> \u201e<em>Wo steht denn geschrieben dass n\u00fctzliche Architektur h\u00e4sslich sein mu\u00df?<\/em>\u201c und LC \u201eSch\u00f6nheit durch Proportion\u201c [2].<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>[1] entnommen aus Bauforschungonline.ch 29.11.25 <a href=\"http:\/\/bauforschungonline.ch\/aufsatz\/le-corbusiers-wohnmaschine.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eLe Corbusiers Wohnmaschine\u201c<\/a>&nbsp;<a href=\"http:\/\/bauforschungonline.ch\/autoren\/dieter-schnell.html\">Dieter Schnell<\/a> mit Zitaten von Peter Meyer, Moderne Architektur und Tradition, Z\u00fcrich 1927 (2. Auflage 1928), S. 46. und Georg Schmidt, Wie sollen wir wohnen? National-Zeitung, 17. 02 1928<\/p>\n\n\n\n<p>[2] Le Corbusier \u201eVers une architecture\u201c Kommende Baukunst, Stuttgart 1926, S. 75<\/p>\n\n\n\n<p>[3] Dieter Schnell (siehe auch <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/bauforschungonline.ch\/aufsatz\/le-corbusiers-wohnmaschine.html\" target=\"_blank\">[1]<\/a> ) \u201eAllein schon diese Feststellung macht deutlich, dass die Interpretation der Avantgardisten, die den Begriff einzig als Metapher f\u00fcr die Funktionalit\u00e4t der neuen Geb\u00e4ude verstehen wollten, nicht haltbar ist..\u2026\u2026[und kontr\u00e4r dazu] Die Eigenschaften einer \u201eWohnmaschine\u201c [dargelegt von LC in \u201eEin kleines Haus\u201c] erscheinen hier mit \u00e4usserster Raum\u00f6konomie gleichgesetzt. Funktionalit\u00e4t ist nicht das Ziel, sondern das Mittel, um die Raum\u00f6konomie auf die Spitze treiben zu k\u00f6nnen. Der Raum\u00f6konomie gelten die Anstrengungen und auch der Stolz des Architekten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>[4] Le Corbusier, \u201eEin kleines Haus\u201c, Birkh\u00e4user Verlag, Basel, Neuausgabe 2020 (Originalausgabe 1954 Sic!)<\/p>\n\n\n\n<p>[5] wirklich \u00fcberrascht und beeindruckt haben mich die erstaunlichen Analogien die Dieter Schnell [1]  in seiner wissenschaftlichen Betrachtung macht: <\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Wie Le Corbusier selber es in \u201eVers une architecture\u201c vormachte, ist die Wohnmaschine am ehesten mit der Personenkabine eines Fahrzeugs vergleichbar. Was bringt diese Feststellung nun aber f\u00fcr die Betrachtung und Interpretation der Werke von Le Corbusier? Mindestens drei f\u00fcr sein architektonisches Werk zentrale Motive stehen nicht mehr vereinzelt nebeneinander, sondern erscheinen als gleichgerichtete Verdeutlichungen des Wohnmaschinen-Charakters:<\/em><\/p>\n\n\n\n<ol>\n<li><em>Das Abheben der Geb\u00e4udek\u00f6rper mit Hilfe von Pilotis: Dieses Motiv betont sowohl das abgeschlossen-kapselartige des Geb\u00e4udes als auch seine \u201eOrtsunabh\u00e4ngigkeit\u201c.<\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em>Die Verselbst\u00e4ndigung des Treppenhauses zu einen autonomen Bauk\u00f6rper : Wie beim Flugzeug die Aussteigetreppe oder beim Dampfer der Landesteg, ist die Erschliessung nicht Teil der \u201eWohnmaschine\u201c, sondern nur an diese heran geschoben.<\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em>Der oft mit Betonplanken gefasste oder gar mit \u201ebefensterten\u201c Mauern umschlossene Dachgarten: Selbst auf diesem Dachgarten verl\u00e4sst der Bewohner die \u201eWohnmaschine\u201c nicht. Hier soll er sich nicht in der freien Natur f\u00fchlen, sondern vielmehr wie der Passagier auf Deck eines Schiffes oder der Fahrer eines Kabrioletts in der nach oben offenen Kabine.<\/em>\u201c<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber gibt es einiges nachzudenken, insbesondere wieviel von LCs Entwurfsidee in den Entwurf der \u201eOriginal sun-box\u201c eingeflossen ist  (\u00e4ussere Treppen angedockt, abheben des Geb\u00e4udek\u00f6rpers vom Gel\u00e4nde =abgeschlossen-kapselartig, Veranda (=Dachterrasse) als umschlossener Teil der Wohnmaschine und damit Distinguierung von der umliegenden wilden Natur).<\/p>\n\n\n\n<p>[6] Peter Adam \u201eEileen Gray &#8211; Leben und Werk\u201c, Schirmer\/Mosel, M\u00fcnchen 2014, S.98<\/p>\n\n\n\n<p>[7] aus Wikipedia 29.12.25: <em>Andrew Juniper erkl\u00e4rt: \u201eWenn ein Objekt oder ein Ausdruck in uns ein Gef\u00fchl der tiefen Melancholie und eines spirituellen Sehnens hervorruft, dann kann man sagen, dieses Objekt sei Wabi-Sabi.\u201c&nbsp;Richard R. Powell&nbsp;fasst Wabi-Sabi so zusammen: \u201eEs n\u00e4hrt alles, was authentisch ist, da es drei einfache Wahrheiten anerkennt: nichts bleibt, nichts ist abgeschlossen und nichts ist perfekt.\u201c \u201eBeschr\u00e4nke alles auf das Wesentliche, aber entferne nicht die Poesie. Halte die Dinge sauber und unbelastet, aber lasse sie nicht steril werden.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>[8] SZ, 30.12.25, \u00fcber eine Ausstellung zu Charlotte Perriand in Krefeld: <em>\u201eZur zentralen Frage ihrer Arbeit wurden in dieser Zeit: Wie viel Platz braucht der Mensch zum Leben? Und welche Lebensqualit\u00e4t kann ein reduzierter Raum bieten?\u2026\u2013 die Moderne interpretierte sie als eine Zeit, die sich den Problemen der Wohnungsknappheit, sozialen Reformen und einer neuen Zugewandtheit der St\u00e4dte zu den Menschen stellen musste. Die \u201eCellule\u201c, die Zelle, wurde in Folge zum Lieblingsspielplatz von Perriand, die kleinste denkbare Wohneinheit und ihre effektive Ausstattung.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>[9] <a href=\"https:\/\/www.wallpaper.com\/design-interiors\/eames-house-pavilion-kettal\">Wallpaper<\/a>&nbsp;berichtet \u00fcber ein erstaunliches Projekt von Eames Office und Kettal, das auf der&nbsp;<a href=\"https:\/\/triennale.org\/en\/events\/eames-houses\">Milano Design Week<\/a>&nbsp;2026 zu sehen ist (KI \u00fcbersetzt aus Wallpaper und verbessert, erg\u00e4nzt, hervorgehoben 03.04.26):<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_5326-683x1024.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-1475\" srcset=\"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_5326-683x1024.webp 683w, https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_5326-200x300.webp 200w, https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_5326-768x1152.webp 768w, https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_5326-1024x1536.webp 1024w, https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_5326-1365x2048.webp 1365w, https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_5326-1200x1800.webp 1200w, https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_5326.webp 1600w\" sizes=\"(max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Eames Haus Modular, Ausstellungsansicht Foto-Quelle: Wallpaper (c) Yosigo, Rocafort, courtesy of Kettal, 2025<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong><em>universelle Architektur f\u00fcr alle<\/em><\/strong>\u2026<em>Die meisten Menschen halten&nbsp;Ray und Charles Eames&nbsp;f\u00fcr bahnbrechende M\u00f6beldesigner, die von Zeit zu Zeit auch experimentelle Filme produzierten. Sie bauten ihr eigenes Haus &#8211; das emblematische&nbsp;Eames House&nbsp;in Pacific Palisades,&nbsp;Kalifornien&nbsp;&#8211; aber die allgemeine Wahrnehmung ist, dass es ein einmaliges Haus war. Nur wenige wissen, dass das einflussreiche Duo eine Reihe von H\u00e4usern entwarf und ein gr\u00f6\u00dferes Ziel hatte,&nbsp;<\/em><strong><em>ein universelles Architektursystem zu entwickeln, das f\u00fcr fast jeden zug\u00e4nglich und fast \u00fcberall eingef\u00fchrt werden k\u00f6nnte.<\/em><\/strong><em>\u2026.Das Eames Pavilion System, das im Rahmen einer Sonderausstellung der&nbsp;Triennale di Milano&nbsp;&#8211; &#8222;The Eames Houses&#8220;&nbsp;&#8211; im April w\u00e4hrend der&nbsp;Mail\u00e4nder Designwoche 2026&nbsp;er\u00f6ffnet wird, ist eine&nbsp;<\/em><strong><em>voll funktionsf\u00e4hige Fertighausl\u00f6sung<\/em><\/strong><em>, die diesen bisher unerf\u00fcllten Ehrgeiz erf\u00fcllt.&nbsp;<\/em><strong><em>Das umfassende Teilesatzprodukt<\/em><\/strong><em>&nbsp;wurde vom Eames-B\u00fcro in Zusammenarbeit mit der spanischen Marke f\u00fcr Outdoor-M\u00f6bel&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.kettal.com\/\"><em>Kettal&nbsp;<\/em><\/a>entwickelt und basiert auf intensiven Recherchen im Oeuvre der Eames. Das Projekt &#8211; das sowohl kommerziell als auch kulturell ist &#8211; ist angesichts der sich versch\u00e4rfenden globalen Wohnungskrise besonders relevant\u2026.Dieses neue Angebot ist viel mehr eine Neuinterpretation des Eames House und umfasst die gro\u00dfen Ideen, die es repr\u00e4sentiert.\u2026&#8220;Wir haben eine typologische Studie aller H\u00e4user durchgef\u00fchrt, die die Eames entworfen haben, sogar diejenigen, die mit Holz-Pfosten und -Riegel gebaut wurden, und haben Gemeinsamkeiten in Modularit\u00e4t und Segmentierung aufgedeckt&#8220;, sagt [Kettals Produktstratege Eckart] Maise. \u201cDies erm\u00f6glichte es uns, diese [Eames] Prototypen in ein Produkt und ein System zu verwandeln, das tats\u00e4chlich strenger ist als das urspr\u00fcngliche Eames House.\u201d\u2026Wenn das Eames Pavilion System Anfang 2027 vollst\u00e4ndig auf den Markt kommt \u2013 als Einzeleinheit, Doppelmodul und Multi-Bay-Konfiguration \u2013 wird es vollst\u00e4ndig isoliert und geeignet f\u00fcr verschiedene klimatische Bedingungen sein.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>[10] hier noch auszugsweise ein unbearbeiteter Beitrag aus meinem chronofiles-Versuchsblog aus 2011 zum Eames-Haus:<\/p>\n\n\n\n<p>Grandios wie erhaben das Eames House in der Landschaft vor Anker liegt. Man sieht auf dem Bild von Julius Shulman den Wohntrakt und dahinter anschliessend einen offenen Hofbereich und den Arbeitstrakt des Hauses. Dahinter schliesst sich ein &#8222;court for working outside&#8220; an, welcher in kalifornischem Klima sicher \u00f6fter nutzbar war.&nbsp;<br>Das Haus wurde mit einer, in regelm\u00e4ssigen Abst\u00e4nden angeordneten, Stahlrahmenkonstruktion errichtet. Ausfachungen mit regelm\u00e4ssig unterteilten, und dadurch liegend-rechteckigen Verglasungen, Schiebet\u00fcren und farbigen Paneelen definieren die Wohnbereiche. Beide Trakte gehen \u00fcber 2 Geschosse, wobei im Inneren auch die R\u00e4ume teilweise 2 Geschosse hoch sind. Oben liegende R\u00e4ume sind zum gr\u00f6\u00dften Teil offen zum Erdgeschoss ausgef\u00fchrt (Br\u00fcstung als Gel\u00e4nder). Aussen sichtbare Diagonalaussteifungen stabilisieren das Geb\u00e4ude in der L\u00e4ngsrichtung. Die Tragkonstruktionen werden im Freien um 1 Feld weitergef\u00fchrt und das Dach dar\u00fcber gezogen. So ergibt sich ein \u00fcberdachter Terrassenbereich. Das Grundst\u00fcck steigt hinter dem Geb\u00e4ude steil an, dadurch wird die Terrasse fast zum Patio Vor dem Geb\u00e4ude befinden sich eine Reihe von hohen B\u00e4umen. Genau dazwischen schmiegt sich das Eames House in die Landschaft. Entgegen dem urspr\u00fcnglichen Entwurf ist das Haus aber nicht von der Erde aufgestelzt. Eine gute Entscheidung von Eames. Es wirkt erhaben aber nicht abgehoben. Egal ob man sich im Haus oder in den gesch\u00fctzten Freibereichen aufh\u00e4lt- Immer kann man \u00fcber das leicht abfallende Gel\u00e4nde hinweg auf das Meer sehen.&nbsp;<br>Die F\u00fcllmembrane aus farbigen Sperrholzplatten sind typische Eames Gestaltungselemente die man auch in den M\u00f6beln (Eames storage unit<br>http:\/\/www.vitra.com\/de-at\/home\/products\/eames-storage-unit\/overview\/ )&nbsp;<br>finden kann. Auch wenn die Wohnr\u00e4ume von Ray Eames fast \u00fcberdekoriert wurden l\u00e4sst sich die klare Tragstruktur \u00fcberall ablesen. Wichtige M\u00f6belst\u00fccke der Eames wie den Lounge Chair ( &nbsp;&nbsp;<br>http:\/\/www.vitra.com\/de-at\/home\/products\/lounge-chair-ottoman\/overview\/ )&nbsp;<br>findet man nat\u00fcrlich auch in ihrer Unterkunft.&nbsp;<br>Insgesamt ist das Eames House wunderbar einfach, mit klarer Grundrissfunktion und eindeutig eingeteilten Bereichen. Man kann sich das Leben das f\u00fcr die Eames wohl auch immer wohnen UND arbeiten bedeutete in diesem Haus sehr gut vorstellen &#8211; unkonventionell aber auch in die Landschaft eingebunden- mit viel Luft, Licht und Sonne. &nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>[11] mein Blogbeitrag aus 2011, unbearbeitet: SUL ist angelegt auf bis zu 4-geschossiger H\u00f6he was sich im wesentlichen f\u00fcr derzeit aller Ortens aus dem Boden spriessende Vorst\u00e4dte eignen w\u00fcrde.&nbsp;Grunds\u00e4tzlich l\u00e4sst sich postulieren dass auch in der Stadt ein solar orientiertes Wohnen bis zur vollst\u00e4ndigen Autarkie denkbar w\u00e4re. Das spart Stromtrassen und reduziert Umweltzerst\u00f6rung. Einige Entwurfsgedanken sind dem kosteng\u00fcnstigen, serienm\u00e4ssigem Bauen geschuldet, einige der \u00d6koromantik (siehe auch casas bioclim\u00e1ticas). Einiges dreht sich aber auch um die Bau- und Montagetechnik mit der alles realisiert werden k\u00f6nnte. Der Raumeindruck soll trotz kleiner Einheiten nicht zu kurz kommen (Licht statt Volumen, Sunspace). Superkompakte Sanit\u00e4rzellen eignen sich zur Vorfertigung.&nbsp;Wenngleich noch nicht jede Technologie so wie eingeplant auf dem Markt verf\u00fcgbar ist kann man doch bei Extrapolation der Entwicklung annehmen dass diese zumindest m\u00f6glich oder denkbar sind.<\/p>\n\n\n\n<p>[12] Zitat aus einem Vortrag von Wolfgang Kessling, Transsolar auf der Architect@Work, 15.04.26<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entwicklung einer Architekturauffassung Die Reise beginnt mit der Erz\u00e4hlung vom \u00f6kologischen, solaren, nachhaltigen, autarken Leben eingebunden in die Natur Drop-City (Peter Rabbit -viel. RBF unter Pseudonym wie manchmal zu lesen ist) und Ein gutes Leben leben (Helen und Scott Nearing), und den earthship communities (Michael Reynolds)). So etwas sollte meiner festen \u00dcberzeugung nach f\u00fcr alle&#8230; <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/2025\/11\/28\/10-gebote-fuer-eine-gute-architektur\/\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1059,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"templates\/template-cover.php","format":"standard","meta":[],"categories":[27,28,30],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1060"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1060"}],"version-history":[{"count":155,"href":"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1060\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1554,"href":"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1060\/revisions\/1554"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1059"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1060"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1060"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plandaten.de\/chronofiles\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1060"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}